Tag 26

Roadtrip!

New York - New Jersey - Delaware - Maryland - Virginia - North Carolina. Durch sechs Bundesstaaten sind Stephanie und ich gestern mit unserem süßen, weißen Toyota Yaris gedüst. New York war am Schlimmsten. 

 

Um 13:00 Uhr bin ich in Brooklyn losgefahren, das Navi sagte mir, ich brauche 22min. bis zur Canal Street in Manhattan, wo ich Stephanie abholen sollte. Pf, von wegen. Die Ankunftszeit wurde später und später. Es ist das Memorial Day Wochenende und am Freitag Nachmittag schienen alle aus der Stadt flüchten zu wollen. Bis zur Williamsburg Brücke war alles easy, aber kaum auf der anderen Seite des Flusses ging es nur noch stockend voran. An der Canal Street hüpfte Stephanie ins Auto und weiter ging der Stop-and-Go. Durch den Holland-Tunnel fuhren wir unter dem Hudson River hindurch nach New Jersey. Insgesamt brauchte ich von Brooklyn bis nach New Jersey ganze drei Stunden. Es war ein Alptraum. Zum Glück war das Wetter schön, die Musik im Auto gut (Stephanie und ich haben auf Spotify eine Playlist zusammengestellt, auf die wir beide Zugriff haben, so kam niemand zu kurz). Und außerdem hatte unser Roadtrip gerade erst angefangen, weshalb wir gut drauf waren. Auch noch in Jersey. 

 

Danach lockerte es sich wieder auf. Endlich konnten wir richtig fahren...

An der Grenze zu Maryland rief mich Maja am Handy an. Sie war endlich angekommen in Taipei. Über den Lautsprecher erzählte sie uns von ihrem Erste-Klasse-Flug, den sie ergattert hatte und davon wie unglaublich sauber alles in Taipei ist. Sie klang wieder besser, als vor ihrer Abreise. 

Gegen 17:00 Uhr machten wir Pause. Entlang des Highways kamen alle paar Meilen riesige Schilder mit all den Fast-Food-Restaurants am nächsten Rastplatz. Ausschließlich Junk-Food. Nicht ein normaler Imbiss oder Restaurant kam uns entgegen und als der Hunger nicht mehr auszuhalten war, hielten wir beim nächsten an. In einem einzigen Gebäude fanden wir Burger King, Starbucks, Pizza Hut und noch irgendein anderes, das ich nicht kannte, Stephanie aber gar nicht leiden kann. Also Burger King. Egal. Die haben ganz neu Mac & Cheetos. Wie geil! Mac&Cheese in ein großes Cheeto-Chip gestopft. Ich war hin und weg. Was für eine geniale Erfindung! 

Danach fuhren wir weiter, dem Sonnenuntergang entgegen. Wir kamen an Baltimore vorbei (ich habe das Gefühl ich kenne Baltimore total gut, weil ich den Podcast "Serial" gehört habe, der Mordfall, der darin behandelt wird, fand in Baltimore statt und in meinem Kopf habe ich eine ganze Stadtkarte dadurch abgebildet, vom Leakin Park zum Best Buy Parkplatz und der High School usw.) Stephanie kannte den Podcast auch und hatte dasselbe Gefühl. Verrückt. 

Als  es dunkel war erreichten wir Washington D.C. und vom Highway aus konnten wir das Capitol und das Monument sehen, es wirkte magisch. Nach der Hauptstadt fuhren wir auf einer etwas kleineren Straße, einem Parkway, weiter. Rechts und links säumten dichte Bäume die Straße und endlich konnte ich mal wieder Sterne sehen. Viele Sterne. Die Straße war fast leer, es war traumhaft dort zu fahren. Wir hielten noch einmal um zu tanken - $20,- und unser Toyota war voll! 

 

Um Punkt 2:00 Uhr Nachts erreichten wir das Haus von Stephanies Mama in Burlington, North Carolina. Sie wohnt in einer dieser süßen Vorstadt-Siedlungen, in denen alle Häuser gleich aussehen. Aber schön. Ich hoffe ich schaffe es heute Abend von diesem Tag zu erzählen, ich weiß noch nicht wie lange wir aus bleiben werden... also keine Angst, falls es keinen Artikel gibt morgen, kommt er nach. :-)